Ausstellungen

Malschüler der Malschule Heppenheim von Gabriele Schmitt (Foto links) und professionelle Künstler, wie die Wiener Malerin Maria Biester-Lehner (3.v.l) nutzen das Spundloch als"Ihre Galerie". Die Ausstellungen wechseln alle 4 bis 8 Wochen und werden jeweils sonntags um 17 Uhr mit einer Vernissage eröffnet.
28.3. Vernissage für Herbert Martin
Gesunde Ästhetik mit modernem Fresko
Am Sonntag, 28. März setzte die Weingalerie Spundloch ihren Ausstellungsreigen mit moderner Freskokunst von Herbert Martin fort. Der gelernte Malermeister und Restaurator aus dem Odenwald, der sein Handwerk zur Kunst weiter entwickelt hat, wird bei der Vernissage um 17 Uhr die Technik der Freskomalerei auf einer Wandtafel vorführen.
Zur Eröffnung seiner Ausstellung „Gesunde Ästhetik mit modernem Fresko“ wird Herbert Martin Farben auf den frischen (italienisch = fresco), also noch feuchten Kalk-Putz auftragen und vor Ort zeigen, wie diese Technik funktioniert. Die Gäste werden miterleben, wie in einer chemischen Reaktion die Pigmente mit dem Putz verkieseln und sich so unlöslich mit dem Untergrund verbinden. Durch das Verkieseln entsteht eine Schutzschicht um die einzelnen Farbpigmente, die diese für lange Zeit frisch und farbgetreu hält. Die Farbe kann nicht wie bei der so genannten Seccomalerei (Wandmalerei auf die trockene Wand) abblättern. Die Technik ist aufwändiger und schwieriger als Seccomalerei, da Putz und Farbe jeweils am selben Tag aufgetragen werden müssen und es keine Möglichkeit der Korrektur gibt. Einzelne Motive des Gesamtfreskos werden jeweils an einem Tag bearbeitet, das so genannte Tagwerk (giornata). Deren Umrisse sind in Originalgröße auf einen Karton vorgezeichnet und werden von diesem mit einem spitzen Griffel auf die noch feuchte Wand gepaust. Herbert Martin hat bei seinen modernen Freskos für die Werke auf die Kartonschablone verzichtet und die Motive per Beamer auf die Wand projiziert.
Als großen Vorteil von Freskomalereien in modernen Wohnräumen, mit geringem Luftaustausch erkennt Herbert Martin, dass Schimmelprobleme vermieden werden. Die hohe Porosität von Kalkputzen und -anstrichen sorge für schnellste Wasseraufnahme und –abgabe. Da sich Schimmel nur im feuchten Milieu entwickeln könne, stehe ihm eine wichtigste Lebensgrundlage nicht zur Verfügung. Deshalb eigenen sich Kalk-Putz sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich von Gebäuden. Er ist für Allergiker geeignet (frei von Schadstoffen), geruchsneutral, sorgt für gutes Raumklima, ist ein Naturprodukt mit günstiger Ökobilanz. Die positiven Erfahrungen für den Einsatz reichen zu den Römern zurück. Er besitzt schalldämmende Wirkung und kann bei eventuellen Schäden leicht repariert werden. Das Material toleriert wegen seiner Weichheit Spannungsunterschiede und kann problemlos auf dem Kompost oder im Hausmüll entsorgt werden. Übrigens: Alle Anstriche bestehen mindestens aus Bindemittel und Pigment. Sie haben Schutz- und Verschönerungsfunktion. Gute Anstrichsysteme wirken feuchteregulierend für die Raumluft und haben weitere positive Aspekte.
Künstlerischen Werdegang von Herbert Martin, 1962 in Unter-Schönmattenwag geboren:
1980 erste Gestaltung von Fassaden und Innenräumen an privaten Objekten
1892 – 85 Farbleitplan mit Prof. Bieler (TH Darmstadt) für Unter-Schönmattenwag
Juni 1985 1. Preis für Innengestaltung der Kreispflege Weinheim
1985 – 89 Verschiedene Ausstellungen im Bereich Grafik und Malerei
1989 Aufnahme in das Kreiskünstlerbuch des Kreises Bergstraße
1990 Aufnahme in die „Artworker Association“, New York
1990 – 95 Restauratorische Arbeiten an Gemälden privater Auftraggeber in Portugal
1995 – 98 Arbeiten mit Kollegen an historischer Bausubstanz in Südtirol
2008 Ausstellung „Zeitwände“, Kloster Irsee
2009 Ausstellung „Freskomalerei“, Kloster Bronnbach
Die Ausstellung läuft bis 30. April und ist (außerhalb der Ferien) zu den Geschäftszeiten der Galerie (di, do, fr. 15 – 18.30 und sa 10 bis 13 Uhr) zu sehen.
Weitere Ausstellungen
Die nächste Ausstellung der Griesheimer Fotografin und Bodypainterin Rosel Grassmann hat ihre Vernissage am 2. Mai. Rückfragen beantwortet: Brigitte Zimmermann-Petrullat
Tel. 0170 / 54 0 83 23

